Elektrosmog

Die Hochspannungsleitung neben dem Kopfkissen

ElektrosmogMan hört es immer wieder: Elektrosmog! Ein Thema, das in der Baubiologie immer mehr an Gewicht gewinnt. Mit ein paar einfachen Veränderungen können Hausbesitzer die elektromagnetischen Strahlungsfelder wirksam eindämmen.

Das Wort „Elektrosmog“ ist ein Kunstwort aus den Begriffen „Elektro“ und „Smog“. Smog wiederum bildet sich aus den englischen Worten „smoke“ für Rauch und „fog“ für Nebel und bedeutet übersetzt Dunstglocke bzw. Luftverunreinigung.

Immer wenn elektrische Spannung anliegt (ohne dass elektrischer Strom fließt) bzw. wenn Elektrizität genutzt, transportiert oder hergestellt wird, entstehen künstliche elektromagnetische Felder. Das Gesamtaufkommen dieser Felder bezeichnet man als Elektrosmog. Dazu gehören elektrische Wechsel- und Gleichfelder, magnetische Wechsel- und Gleichfelder sowie elektromagnetische Wellen.

Die Dosis macht das Gift

Elektromagnetische Felder bestehen seit Jahrmillionen – allerdings aus natürlichen Quellen: In Form von Erdmagnetfeld, Elektrizität in der Luft, Radioaktivität, UV-Strahlen, Röntgenstrahlen der Sonne und vielen anderen. Mit kleinsten Intensitäten haben sie erheblichen Einfluss auf alle biologischen Abläufe.

Zwar nimmt der Mensch mit Wärme und Licht nur einen sehr kleinen Teil dieses elektromagnetischen Spektrums bewusst wahr. Doch bereits die kleinsten Vorgänge auf Zellebene im menschlichen Körper werden von elektromagnetischen Signalen gesteuert. Sie transportieren alle lebensnotwendigen Informationen des Körpers.

So wie technische Datenübertragung durch starke Frequenzen gestört werden kann, so können starke elektrische und elektromagnetische Felder auch beim Informationsfluss innerhalb des menschlichen Organismus „dazwischen funken“.

Unsere hochtechnisierte Zeit bringt es mit sich, dass die Anzahl elektrischer Geräte und die Häufigkeit deren Nutzung rasant steigt. Dadurch werden die feinen natürlichen Felder von den stärkeren technischen Feldern zunehmend überlagert.

Am Beispiel der Nutzung des Mobilfunks im Krankenhaus wird es deutlich:
Die technischen Geräte zur Messung des EEG und EKG, die die minimalen Ströme von Hirn und Herz messen sollen, werden durch den unmittelbaren Gebrauch von Handys derart gestört, dass sie keine brauchbaren Messwerte liefern können.
Mit Abstand und Abschirmung ist schon viel gewonnen

Die größten Elektrosmog-Risiken bestehen in den eigenen vier Wänden. Speziell im Schlafbereich ist der Körper durch Radiowecker, Heizdecken, Schnurlostelefone und Nachttischlampen den elektromagnetischen Wellen sehr nah und lange ausgesetzt. Dem heimischen Elektrosmog können Sie mit kleinen Veränderungen wirkungsvoll entgegentreten.

Die erste Devise lautet Abstand. Als grobe Richtlinie für die meisten elektrischen Geräte sollten Sie einen Meter Abstand einhalten. So ist die Feld-Stärke eines herkömmlichen Radioweckers in 20 Zentimetern Nähe vergleichbar mit dem einer Hochspannungsleitung. Bereits bei einer Distanz von einem Meter ist das Feld fast ohne Wirkung.

Ganz entscheidend für die Reduzierung des häuslichen Elektrosmogs ist die Qualität der Elektroinstallation. Durch die Erdung von Elektrogeräten und die Installation von Netzfreischaltern, die das elektrische Netz bei Nichtgebrauch vollständig ausschalten, lassen sich die Felder drastisch reduzieren. Zusätzlich können die Kabel und Wände mittels entsprechender Isolierungen bzw. leitfähiger Anstriche und Folien nachträglich abgeschirmt werden.

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