Gesunde Nachtruhe
Erholung fängt im Schlafzimmer an
Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch verschieden – doch ob Sie Kurz- oder Langschläfer sind, Frühaufsteher oder Nachteule: Nur wenn Sie entspannt schlafen, sind Sie tagsüber frisch und leistungsfähig. Dabei spielt auch das Umfeld im Schlafzimmer eine Rolle.
Napoleon kam mit vier Stunden Schlaf pro Nacht aus, Albert Einstein dagegen brauchte zehn. Das durchschnittliche Schlafbedürfnis eines Erwachsenen liegt bei sieben Stunden pro Nacht. Schlafforscher empfehlen mindestens fünf Stunden Nachtruhe, damit die Lebensqualität nicht leidet und der Erholungseffekt eintritt. Übermannt Sie tagsüber öfter die Müdigkeit, sind Sie ständig gereizt oder überdreht, sind dies häufig Zeichen für eine gestörte Nachtruhe.
Im Laufe einer Nacht absolviert ein Mensch mehrere Zyklen unterschiedlicher Schlafphasen. Anfangs dominieren die Tiefschlafphasen, in denen sich alle Körperfunktionen erholen und das Immunsystem regeneriert. In der zweiten Schlafhälfte gewinnen die Traumphasen das Übergewicht. Sie sind besonders wichtig für das seelische Wohlbefinden. Zwischen diesen Phasen wacht der Durchschnittsschläfer pro Nacht rund zwei Dutzend Mal auf – aber immer nur so kurz, dass am nächsten Morgen die Erinnerung daran fehlt. Erst wenn Sie länger als drei Minuten wach liegen, werden Sie sich dessen bewusst.
Wohlfühlumgebung für besseren Schlaf
Wie gut Sie schlafen, können Sie durch die Gestaltung Ihres Schlafzimmers beeinflussen. Machen Sie es zu einem Ort der Ruhe und Entspannung: Es ist kein Arbeitszimmer und kein Abstellraum, verbannen Sie Schreibtisch und PC ebenso daraus wie meterlange Regal- oder Schrankwände. Akten aus dem Büro oder die Einkaufsliste haben auch auf dem Nachttisch nichts zu suchen.
Helle, freundliche Farben, schöne Bilder an den Wänden, ein weicher Teppich und kuschelige, aber nicht zu warme Bettwäsche sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Vorhänge und Jalousien halten Licht, Lärm, Sommerhitze und andere Störfaktoren fern. Gönnen Sie sich auch eine neue Matratze, bevor die alte so durchgelegen ist, dass Sie Rückenschmerzen bekommen.
Eine regulierbare Beleuchtung und ausgewählte Accessoires runden die Raumgestaltung ab. Bei der Unterhaltungselektronik ist eine kleiner CD- oder MP3-Player mit Entspannungsmusik die bessere Wahl gegenüber einer Multimedia-Ausstattung, die das Schlafzimmer zum Surround-Kino macht. Sofern Sie kein Allergiker sind, spricht nichts gegen Pflanzen im Schlafzimmer.Tipps für entspanntes Einschlafen
Die wichtigste Regel lautet: Machen Sie Ihren Kopf frei, bevor Sie ins Bett gehen. Wenn Sie Probleme wälzen, schreiben Sie sich diese lieber von der Seele – sei es in ein Tagebuch oder einfach auf einen Notizblock – statt sie mit ins Bett zu nehmen.
Trainieren Sie sich einen Schlafrhythmus mit geregelten Zeiten für das Zubettgehen und Aufstehen an. Einschlafrituale wie ein Glas warme Milch, Lesen oder Musikhören helfen dabei. Versuchen Sie aber nicht, den Schlaf herbei zu zwingen.
Der „Fernsehschlaf“ auf dem Wohnzimmersofa ist Gift für eine entspannte Nachtruhe. Wenn Sie müde sind, gehen Sie einfach ins Bett.
Vermeiden Sie abends Schlafkiller wie Zigaretten, Kaffee oder schweres Essen. Alkohol macht zwar müde, aber stört den Traumschlaf und verursacht Durchschlafstörungen.
Ein warmes Bad lockert Muskelverspannungen und hilft, die Gedanken zu beruhigen. Auch Ausgleichssport am Abend ist ein probates Mittel, wenn Sie sich dabei nicht völlig verausgaben.
Ausgeprägten Schlafstörungen können Sie mit Entspannungstechniken begegnen. Ob Sie sich für autogenes Training oder Yoga entscheiden, liegt bei Ihnen. Denken Sie nur daran, dass Sie für deren Erfolg auch Ihren Alltag entspannter angehen müssen.


