Befreiende Wärme

Ballast abwerfen in der Sauna

SaunaKörper und Geist lassen sich in der Sauna rundum verwöhnen: Das regelmäßige Schwitzbad ist einerseits Training für Immunsystem und Kreislauf. Andererseits ist das meditative Ausharren auf den Holzbänken der Saunakabine ein guter Weg, Alltagssorgen auszuschwitzen und sich zu entspannen. Dazu muss man nicht mehr in die öffentliche Sauna. Eine Saunakabine lässt sich heute problemlos im eigenen Heim installieren.

Die in Mitteleuropa verbreitete Sauna basiert auf dem traditionellen „Finnischen Bad“. Sie existiert in unterschiedlichen Varianten als Dampfbad, Feucht- und Trockensauna, die sich mit der entsprechenden Ausstattung alle auch in der privaten Sauna realisieren lassen.

Das Dampfbad erfolgt bei milden 45 bis 65 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent und ständiger Dampfzufuhr.
Die Feuchtsauna setzt auf Temperaturen von 75 bis 90 Grad bei 20 bis 30 Prozent Luftfeuchtigkeit. In der Trockensauna macht die nur zehn Prozent betragende Luftfeuchtigkeit die dort herrschenden Temperaturen von 90 bis 110 Grad erträglich.

Sowohl in der Feucht- wie in der Trockensauna lassen sich die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur kurzzeitig durch Aufgüsse erhöhen.

Hitze ist nur ein Teil des Saunierens – die Abkühlung unter der Dusche oder im Kaltwasserbecken gehört untrennbar dazu. Das Wechselspiel von Wärme und Kälte ist verantwortlich für den wohltuenden Effekt des Schwitzbades. Es trainiert das Anpassungsvermögen der Blutgefässe in der Haut an wechselnde Temperaturen.

Dieser Abhärtungseffekt erstreckt sich auch auf die Schleimhäute in Nase und Rachen. Dadurch verkrampfen im Winter die Schleimhäute nicht bei Kontakt mit der kalten Außenluft, sie bleiben besser durchblutet und können Krankheitserregern so mehr Widerstand entgegen setzen.

Jungbrunnen Sauna

Regelmäßige Saunagänge beeinflussen auch das Aussehen positiv: Die hohe Luftfeuchtigkeit und bessere Durchblutung straffen die Haut. Der Teint verbessert sich außerdem durch den Entschlackungseffekt des Schwitzens, der Talg, Bakterien und abgestorbene Hautzellen abtransportiert. Bei rheumatischen Erkrankungen hilft Saunieren ebenso wie bei Störungen des vegetativen Nervensystems.

Sportler profitieren ebenfalls vom Saunieren: Die leichte Überwärmung im Schwitzbad hilft dem Stoffwechsel auf die Sprünge. Dies mildert die Effekte eines Muskelkaters oder von Verspannungen. Auch Sportverletzungen heilen schneller ab.

Wie so häufig gilt auch hier: All zu viel ist ungesund – Saunieren ist kein Sport, bei dem es Ausdauerrekorde zu brechen gilt. Als Empfehlung gelten drei Saunagänge aus jeweils einer Schwitz- und Abkühlphase pro Woche. Diese lassen sich auf mehrere Tage verteilen, aber auch auf einmal absolvieren. Wer täglich ein Schwitzbad nehmen will, sollte es dann bei jeweils einem Durchlauf belassen, um den Kreislauf nicht zu überfordern.

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